Geld bezahlen, ohne einen direkten Gegenwert dafür zu erhalten? Das Grundprinzip einer Spendensammlung ist aus marktwirtschaftlicher Sicht kaum zu begreifen.  Dabei gibt es mindestens acht gute Gründe, warum Menschen trotzdem Geld für wohltätige Zwecke verschenken. 

Als Organisation ist es enorm wichtig die eigenen Spender zu verstehen. Individuell verschiedene Motivationen, Ziele und Wünsche sind Auslöser dafür, dass Personen eine soziale Idee unterstützen. Entschlüsselt man diesen Antrieb, tun sich häufig zahlreiche neue Möglichkeiten auf, Spender zu gewinnen und bestehende Sponsoren zu erhalten.

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie, wieso Spender bereit sind Geld an vertrauenswürdige Organisationen zu geben und wie Sie die verschiedenen Ziele des Spendens nutzen können, um Menschen für Spendensammlungen zu motivieren und langfristig zu binden.

Eigentlich läuft dabei alles auf eine große Frage hinaus – „Warum spenden Spender?“. Die wichtigsten Antworten darauf haben wir hier, ohne spezifische Rangfolge, zusammengetragen:

1. Der Glaube an eine soziale Idee

Eine gesunde Portion Skepsis schützt vor Fehlern und falschen Versprechungen im Leben. Deshalb ist es für Fundraiser wichtig, den Sinn ihrer Projekte von Beginn an überzeugend zu vermitteln und das erfolgreiche Vorgehen mit Fakten zu belegen. Gelingt es, die Spender von der Wichtigkeit und Nützlichkeit des Vorhabens vollständig zu überzeugen, gewinnen diese an Glauben an die soziale Idee und sind eher bereit ihr Engagement zu intensivieren. Am besten gelingt dies, wenn durch Fundraising-Projekte reale und greifbare Probleme angegangen werden und zeitnah verbessert oder gar gelöst werden können.

2. Eine bessere Zukunft für die Kinder

„Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.“ – Dieses Zitat des indischen Philosophen Rabindranath Tagore, zeigt anschaulich einen weiteren wichtigen Grund warum Spender sich an Spendensammlungen beteiligen.

Besonders für Eltern oder Menschen mit Kinderwunsch ist es ein wichtiger Antrieb, den Kindern der Welt eine bessere Erde zu hinterlassen und der Jugend ein möglichst gutes und sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Durch Kriege, Konflikte, Armut, Hunger, Katastrophen und Klimaerwärmung wird das Wohl der Kinder jedoch bedroht. Um die Zukunft der nachfolgenden Generationen zu bewahren, sind viele Menschen bereit zu spenden und Unterstützung zu leisten.

3. Ein Dankeschön nach schweren Zeiten

Menschen, die selbst schwere Zeiten durchlebt haben, wissen aus erster Hand wie es ist mit Schicksalsschlägen umzugehen und welche Hilfe man in Krisenzeiten benötigt. Aus diesem Grund geben sie gerne bei Spendensammlungen etwas zurück und wollen verhindern, dass andere Menschen ähnlich schwere Situationen durchleiden müssen.

Für solche „Überlebenden“ sind vor allem soziale Projekte interessant, die thematisch mit dem eigenen Leidensweg verknüpft sind. Neben finanzieller Unterstützung können sie hier oftmals auch in beratender Funktion tätig werden und Fundraisern mit ihrem persönlichen Erfahrungsschatz unter die Arme greifen.

4. Persönliche Werte und reiner Altruismus

Was ist richtig, was ist falsch? Moral und Ethik können kompliziert sein, für viele Menschen ist das Geben jedoch ganz einfach. Normen und Werte eignen wir uns alle im Laufe des Lebens an, sei es durch die Erziehung der Eltern, Bildung in der Schule oder durch besondere Erlebnisse und Erfahrungen, die sich nachhaltig einprägen.

Für viele Spender bildet die tiefgreifende Überzeugung, die Welt zu einem besseren Ort machen zu wollen und Menschen und Tieren in Not zu helfen einen wichtigen Grundsatz ihrer persönlichen Werte. Selbstlosigkeit und Hilfeleistung dienen nicht nur bei Spendensammlungen, sondern auch schon ab dem Kindergartenalter zu den Grundpfeilern unserer Gesellschaft – und soziale Appelle an diese Werte fallen bei Spendern auf fruchtbaren Boden.

5. Emotionen und gute Geschichten

Das zwischenmenschliche Miteinander wird seit Urzeiten durch Gefühle und Empfindungen geprägt. Hört man von einem Menschen, der ein schweres Schicksal durchleidet, so löst das Mitgefühl und Empathie bei potentiellen Spendern aus.

Eine gute Geschichte vereint all diese Elemente in sich. Im Spendenmarketing werden diese in Texten, Bildern, Videos und soziale Medien erzählt. Durch wahrheitsgemäßes, emotionales Storytelling können Fundraiser echte authentische Inhalte schaffen, die Menschen bewegen und zur Teilnahme an Spendensammlungen inspirieren.

6. Spiritualität und Religion

Nahezu alle großen Religionen beinhalten eine Kultur des Gebens und der Nächstenliebe, insbesondere gegenüber Armen, Schwachen und anderen Bedürftigen. Der Glaube an eine höhere Macht kann also eine starke Motivation zum Spenden darstellen.

Natürlich gilt das auch für atheistisch eingestellte Menschen, die für andere Formen der Spiritualität empfänglich sind, wie zum Beispiel gutes und schlechtes Karma oder Schicksal. Der Glaube an einen höheren Sinn des eigenen Daseins kann oft dazu inspirieren, das Glück in der Welt zu mehren und etwas vom eigenen Besitz an andere weiterzugeben und zu spenden.

7. Vorbildern folgen

Prominente und Persönlichkeiten mit herausragenden Fähigkeiten haben eine Vorbildfunktion für viele Menschen. Unterstützen diese VIPs einen sozialen Zweck, so ist es meist wahrscheinlich, dass viele Fans und Verehrer ihnen nachfolgen und sich an ausgerufenen Spendensammlungen beteiligen.
Aber auch im eigenen Umfeld befinden sich oft Menschen, die mit ihren Handlungen vorangehen und Freunde und Verwandte zum Helfen animieren. Gerade Spendensammlungen in den sozialen Medien, zum Beispiel an Geburtstagen, werden immer beliebter und regen andere dazu an mitzumachen und Fundraising-Kampagnen zu unterstützen.

8. Spendensammlungen sind leicht wie nie zuvor

Zum Schluss noch ein ganz pragmatischer Grund: Durch Social Media und Online-Kampagnen sind die Menschen nicht nur besser über wohltätige Projekte informiert, sondern können ihren Willen zu Spenden auch viel leichter in die Tat umsetzen.

Da Spendensammlungen heute vor allem digital abgewickelt werden, sinkt die Hemmschwelle für das eigene Engagement – mit einigen wenigen Klicks lässt sich schon viel Gutes in der Welt bewirken. Fundraiser können also auch durch optimierte, intuitive Bezahlprozesse dazu beitragen, neue Spender zum Spenden zu motivieren.

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