Onpage SEO Optimierung – Die Checkliste für Organisationen

  • 27. Februar 2018

Fast keiner kommt heutzutage ohne einen professionellen Webauftritt aus. Dieser zeichnet sich aber nicht nur durch schickes Design aus, sondern muss zunächst einmal die Anforderungen und Kriterien der Suchmaschinen erfüllen, um überhaupt im Netz gefunden zu werden. Damit dies möglich ist, müssen Onpage SEO-Maßnahmen durchgeführt werden.

Im Fokus dieser Methoden steht die Schaffung guten Contents und alle Maßnahmen auf der Website, die nötig damit diese Inhalte auch zu finden sind. Vernachlässigt man die Onpage-Optimierung, wird es langfristig schwierig werden, sich im Online-(Spenden)Marketing zu etablieren. Was genau auf welche Weise funktioniert, ist schon lange eine Streitfrage unter Online-Experten und digitalen Pionieren. Damit man im SEO-Dickicht nicht den Überblick verliert, haben wir eine Checkliste zusammengestellt, welche die wichtigsten Onpage-Maßnahmen für Fundraiser zusammenfasst:

  • Gründliche Keyword-Recherche
  • Saubere URL-Strukturen
  • Hochwertiger Content
  • Prägnante Überschriften und Meta Descriptions
  • Sinnvolle Alt-Tags und Title-Tags
  • Kurze Ladezeiten, mobile Optimierung
  • Passende Implementierung von Social Media

Wer bei den ganzen Fachbegriffen den Durchblick verliert, sollte nicht verzweifeln. Man kann diese Sammlung an Tipps und Tricks als eine Art Wegweiser zum Einstieg in die Suchmaschinenoptimierung verstehen. Was genau die einzelnen Punkte beinhalten, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Keyword-Recherche: Am Anfang steht das Stichwort

Welche Suchbegriffe sind überhaupt thematisch relevant für meine Organisation? Welche Stichworte sind essentiell auf der Website? Vor dem Aufbau und der Optimierung einer Seite, sollte zunächst einmal eine gründliche Recherche von primären und sekundären Keywords stehen. Diese Schlagworte sollten die Absichten und Ziele der eigenen Organisation treffend beschreiben und Antworten auf Probleme und Fragen bieten, die die NutzerInnen einer Suchmaschine stellen könnten.

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Liefert man die nötigen Inhalte, um eine wichtige Suchanfrage zu beantworten, so freut das nicht nur den Algorithmus der Suchmaschine, sondern auch die Suchenden. Möglicherweise lassen diese sich sogar überzeugen, zu UnterstützerInnen einer sozialen Idee zu werden.

Content: Der Königsweg zu einem guten Platz im Ranking

Abgeleitet von den recherchierten Keywords, sollten Inhalte erstellt werden bei denen nicht nur auf Relevanz geachtet wird, sondern vor allem die Qualität möglichst im Vordergrund stehen sollte. Stilistisch schwache Texte, die von unterbezahlten Schreiberlingen mit Keywords vollgestopft werden, sind ein zielsicherer Weg, um auf den hintersten Plätzen der Suchmaschinenrankings zu landen. Ziel sollte es immer sein, bessere Antworten zu liefern, als die konkurrierenden Angeboten auf der ersten Seite der Suchergebnisse.

Dass die Texte dann auch sprachlich ansprechend dargeboten werden, ist nicht nur im Interesse der NutzerInnen. Auch die Crawler und Algorithmen der Suchmaschinen werden immer besser in der Bewertung und Unterscheidung von guten und schlechten Inhalten. Content-Qualität gilt daher als weitaus wichtigster Rankingfaktor in der Onpage-Optimierung. Dies trifft übrigens im weiteren Sinne auch auf Bilder, Videos und andere multimediale Inhalte zu.

URL-Strukturen: Übersicht statt Chaos

Damit die Suchmaschinen gut erkennen können, welche Inhalte und Themen eine Website behandelt, ist eine klare und übersichtliche URL-Struktur nötig. Absolut sinnvoll ist es, sich die entsprechenden Ober- und Unterkategorien der Website vorher zu planen und gezielt umzusetzen. Erweitert man die Seite immer nach und nach, ohne klares System, versinkt man schnell im Chaos. Hat man sich aber einen sinnvollen Seitenaufbau zurechtgelegt und inhaltlich passende URL-Snippets gewählt, können die automatisierten Crawler der Suchmaschinen die Website gut indexieren und im Ranking einstufen.

Meta Descriptions: Die Website zusammenfassen und beschreiben

Unter Meta Descriptions versteht man einen kurzen Beschreibungstext (bis zu 320 Zeichen), der den Inhalt eines HTML-Dokuments zusammenfasst und nur im Quelltext einer Website sichtbar ist. Oft wird dieser von Suchmaschinen verwendet, um zusammen mit der vergebenen Überschrift die Suchanzeige in den Treffern darzustellen. Somit sind die hier zur Verfügung gestellten Informationen letztendlich entscheidend dafür, ob UserInnen auch tatsächlich auf den Link zu einer Website klicken. Gute Meta Descriptions und Seitenüberschriften sollten deshalb Aufmerksamkeit erregen, die wichtigsten relevanten Stichwörter enthalten und den Suchenden innerhalb von Sekundenbruchteilen von einem Klick überzeugen. Oftmals lohnt es sich hierbei zunächst verschiedene Descriptions anzulegen und systematisch gegeneinander zu testen.

Alt-Tags und Title-Tags: Die richtigen Signale setzen

Eine weitere wichtige Onpage-Maßnahme ist die flächendeckende Vergabe von Alt-Tags und Title-Tags. Erstere werden anstatt eines Bildes oder anderen Elements angezeigt, falls dieses aus technischen Gründen nicht richtig dargestellt werden kann. Suchmaschinen verwenden diese Kennzeichnung, um den Inhalt von nicht-textbasierten Inhalten zu erkennen und auszulesen. Die Tags sollten deshalb akkurate Beschreibungen beinhalten, aber keinesfalls mit übermäßig vielen Keywords gefüttert werden. Übrigens fördert dies auch die Barrierefreiheit der Website: Die Lesegeräte von blinden und sehbehinderten Menschen geben die Alt-Tags nämlich akustisch wieder.

Title-Tags sind die kleinen Textboxen, die aufpoppen, sobald UserInnen mit dem Mauszeiger über ein Bild fahren. Auch diese werden von den Crawlern der Suchmaschinen verwendet, um die visuellen Inhalte zu erkennen und sollten deshalb sauber, ordentlich und flächendeckend vergeben werden. Zudem verbessern sie auch die Usability der Website, da die NutzerInnen zusätzlich praktische Informationen erhalten.

Technik: Kurze Ladezeiten bei Darstellung auf allen Geräten

Der ärgerlichste Fehler, der bei der Onpage-Optimierung passieren kann, ist die fehlende Berücksichtigung von technischen Parametern. Stehen beispielsweise nicht genug Serverkapazitäten zur Verfügung, werden die Ladezeiten für die einzelnen UserInnen länger sobald erhöhter Andrang auf der Website entsteht. Dies bemerken auch die Suchmaschinen und befördern die ansonsten schön optimierte Website auf die hinteren Ränge. Um das zu vermeiden, sollte auch immer für größere Anstürme von Suchenden vorgesorgt werden: Startet man beispielsweise eine Werbeaktion für eine soziale Idee, so sollte die Kampagnenseite bereits für die erhöhte Aufmerksamkeit gerüstet sein.

Mindestens genauso wichtig ist die mobile Optimierung einer Website. Heutzutage sind immer weniger UserInnen an einem heimischen Desktop-PC oder Laptop im Netz unterwegs. Smartphones und Tablets machen mittlerweile den Löwenanteil der Geräte aus, auf denen Websites dargestellt werden. Deshalb sollte die Anzeige immer auf allen Devices funktionieren und optisch ansprechend aussehen, unabhängig von Betriebssystem und Browser. In den Algorithmen aller großen Suchmaschinen ist eine schlechte mobile Darstellung ein KO-Kriterium.

Social Media: Verknüpfungen möglich machen

Youtube, Facebook, Twitter, Instagram und co. – wenn auch kein starker Rankingfaktor, so sollte die Einbindung von Social Media Buttons und Plugins auf der Website immer ein fester Bestandteil sein. Auf diese Weise können NutzerInnen die entsprechenden Inhalte leichter teilen und diskutieren. Bietet man eine Plattform für Diskussionen, Fragen und Austausch zwischen UserInnen und mit der Organisation, so wird das auch die Bewertung der Relevanz durch die Suchmaschinen positiv beeinflussen.

Fazit: Onpage-SEO als langfristiger Weg zum Erfolg

Die Optimierung der Website nach den zuvor genannten Kriterien sollte von Fundraisern weder als zweitrangiges Nischenthema, noch als Methode zur schnellen Generierung von Klicks betrachtet werden. Vielmehr gilt es die Grundvoraussetzungen für eine leicht auffindbare, gut strukturierte Website zu schaffen. Ohne diese Maßnahmen ist ein langfristiges Bestehen in der digitalen Branche nicht möglich. Kontinuierliche Nachbesserung und Optimierung, sowie gründliche Recherche zu weiteren Faktoren und Feedbackprozesse sollten fest in die entsprechenden Arbeitsabläufe jeder Organisation integriert werden.

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