Online Marketing Trends 2018 – Was kommt auf FundraiserInnen zu

  • 19. Dezember 2017

Während sich das Weihnachtsgeschäft langsam dem Ende zuneigt, blickt die Onlinebranche schon gespannt ins neue Jahr. ExpertInnen sind sich einig, dass sich 2018 so viel verändern wird wie lange zuvor nicht mehr. Das Geschäft beschleunigt sich und neue Technologien streben auf den Markt, die die Art und Weise wie wir das Netz betrachten und uns darin verhalten nachweislich prägen werden.

Zu diesen Neuerungen zählen:

  • Innovationen im Google-Algorithmus
  • Die EU-Datenschutzverordnung
  • Micro Influencer
  • Customer Centricity & Customer Lifecycle
  • Big Data, Data Driven Marketing
  • Künstliche Intelligenzen

Alle Organisationen sollten deshalb so nah wie möglich an den digitalen Trends bleiben, um den Anschluss und den Kontakt zu UserInnen nicht zu verlieren. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die kleinen und großen Neuerungen im Jahr 2018 – und wie diese einzuordnen sind.

AdBlocker und neuer Index – Google macht mobil

Auch im neuen Jahr wird der Suchmaschinenriese ein wichtiger Taktgeber in der Onlinebranche bleiben. Bereits kleine technische Neuheiten und Änderungen können einen maßgeblichen Einfluss auf das Surfverhalten der NutzerInnen haben. So hat der Konzern beispielsweise für Anfang 2018 einen eigenen AdBlocker für den Chrome-Browser angekündigt. Wie genau sich dieser auf die Sichtbarkeit von Werbeanzeigen auswirken wird ist noch unklar. Dennoch sollten Werbetreibende diese Entwicklung im Auge behalten.

Auch in der organischen Suche wird sich einiges verändern. Googles neuer „Mobile-First Index“ legt den Fokus auf mobile Endgeräte und soll Angebote begünstigen, die besonders für mobile Inhalte optimiert sind – selbst, wenn an einem Desktop-PC gesurft wird. Diese Seiten werden dann vom Algorithmus mit einem besseren Ranking in der Suchmaschine belohnt, was die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit stark beeinflusst.

Eine weitere Änderung wird, welche für Furore sorgen wird, ist die Änderung des Google Ad Grant Accounts. Der Ad Grant Account wird leistungsorientierter und die Konten müssen jeden Monat eine Klickrate von 5% aufweisen. Wichtig: Die Änderung kam erst vor wenigen Tagen heraus, und wird aber bereits am Januar umgesetzt werden. Wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden. Mehr dazu unter: Google Ad Grants

Recht auf Vergessenwerden – Die neue EU-Datenschutzverordnung

Auch auf juristischer Seite ändert sich 2018 einiges: Die neue Datenschutzverordnung der EU, kurz DSGVO, tritt im Mai in Kraft. Sie stärkt die Rechte von VerbraucherInnen im Internet in Bezug auf deren Daten. Erstmals gesetzlich festgeschrieben ist nämlich ein „Recht auf Vergessenwerden“, also die Löschung der Nutzerdaten auf Unternehmensseite. Alle Organisationen in der Onlinebranche, auch Fundraiser, sollten ab dem neuen Jahr dafür geeignete Prozesse in petto haben – ansonsten drohen empfindliche Bußgelder. Mehr Informationen zur Umstellung finden sich in unserem ausführlichen Artikel zur DSGVO.

Kleine Followerzahlen, großer Einfluss – Micro Influencer sind gefragt

Blogger, Youtuber, Instagrammer – Influencer Marketing existiert schon seit einiger Zeit und ist wahrlich kein neuartiger Trend. Während in den vergangenen Jahren aber vor allem sehr reichweitenstarke Accounts mit vielen Followern im Fokus der Werbetreibenden standen, rücken nun sogenannte Micro Influencer in den Vordergrund. Hierbei handelt es sich um InfluencerInnen, denen zwar weniger als 10.000 Menschen folgen, die jedoch spezifische Nischen für sich entdeckt haben. In diesen sind sie meist absolute ExpertInnen. Ihre Meinung wird geschätzt und sie üben großen Einfluss auf die Subgruppe aus, in welcher sie interagieren.

Der Vorteil für FundraiserInnen: Diese Micro Influencer sind leichter erreichbar, unabhängiger und erfordern kein großes Budget. Gegebenenfalls lassen sie sich auch von einer guten sozialen Idee überzeugen und unterstützen diese für einen Unkostenbeitrag oder pro bono. Alles in allem handelt es sich beim Micro Influencement um eine Methode, die ein hohes Maß an Authentizität und Vertrauen bei UserInnen schafft – eine Währung, die im neuen Jahr in der digitalen Branche noch viel wichtiger wird als jemals zuvor.

Customer Centricity und Lifecycle – Marketing wird noch individueller

Ein Trend, der schon vor Jahren begann, aber sich weiterhin intensiviert, ist die fortschreitende Individualisierung und Personalisierung in der Ansprache der NutzerInnen. Maßgeschneiderte Informationen und Kommunikationsmittel bilden hierbei die Grundlage für den Aufbau von Vertrauen und Loyalität bei KundInnen und SpenderInnen. Die Vermittlung genau dieser Werte ist besonders für Fundraiser essentiell.

Erreicht werden kann dies durch „Customer Centricity“, ein Verfahren bei dem man immer möglichst nahe am Kunden bleibt und ihn durch den gesamten Besuchs- und Entscheidungsprozess auf der Website begleitet. Hierzu werden individuell passende Informationen in den Trichterprozess eingestreut, Erinnerungen verschickt und vergangene Entscheidungen wieder aufgegriffen. Das Produkt rückt in den Hintergrund, die Kundenzufriedenheit wird dafür priorisiert.

Zudem wird das Nutzerverhalten als Teil eines „Customer Lifecycle“ begriffen und eingeordnet. Hierbei wird zunächst der Bedarf der interessierten NutzerInnen identifiziert und dann mit einem entsprechend passenden Angebot befriedigt. Anschließend erhalten UserInnen weitere spezifische Angebote, die das Interesse aufrechterhalten und idealerweise zu weiteren Conversions führen. So werden aus unentschiedenen NutzerInnen, nach und nach WiederholungskäuferInnen – und anschließend loyale UnterstützerInnen einer Organisation.

Erleichtert wird der Prozess durch neue Tools, die via Marketing Automation die Arbeit erleichtern. Automatisierte Leadgenerierung, individualisiere E-Mail-Ansprache, passende Landingpages, Messeeinladungen… die Vielzahl an neuen Möglichkeiten wird auch im Fundraising eine große Rolle spielen.

Intuition geleitet von Rationalität – Big Data und Data Driven Marketing

Die verhaltensbasierte Analyse von Nutzerdaten ermöglicht es präzise Vorhersagen über Ansprüche und Wünsche der UserInnen zu treffen. Somit können alle Prozesse und Anpassungen im Marketing direkt und individuell an die Bedürfnisse der Suchenden angepasst werden. Intuitives Raten bei der Kampagnengestaltung ist nicht mehr nötig und kann durch verlässliche statistische Prognosen und Risikoeinschätzungen unterstützt oder gar abgelöst werden.

Tatsächlich zählt dieses sogenannte Data Driven Marketing schon seit längerem zum Repertoire von kommerziellen Anbietern und Fundraisern. Neu ist dabei die schiere Menge an Daten, die durch Website, Social Media und vielen weiteren Quellen generiert werden – und die Problematik, wie diese Vielfalt an Informationen verlässlich miteinander verknüpft und angewendet werden soll. Hierzu wird es gerade im neuen Jahr entscheidend sein, dass Unternehmen und Organisationen verlässliche Modelle zur Datenintegration entwerfen und anwenden.

Die wichtigste Neuerung der Onlinebranche – Künstliche Intelligenz

Bei vielen einfachen und komplexeren Problemen, die sich alltäglich in der Marketingwelt ergeben, können und werden künstliche Intelligenzen in Zukunft eine immer größere Rolle einnehmen. Sie verringern den Workload für einzelne Personen und übernehmen vor allem langwierige, wenig kreative Aufgaben, die ansonsten viel manuelle Arbeit erfordern würden. Beispielsweise können Produktbeschreibungen künftig durch automatisch generierte Texte erstellt und fehlerhafte Prozesse im E-Mail-Targetting durch maschinelles Lernen erkannt werden.

Online fundraising Trends 2018

Digitale Assistenten, Datenauswertung durch Maschinenlernen, automatisierte Texte: Künstliche Intelligenzen werden die Online-Branche nachhaltig verändern Zudem erobern Alexa, Siri und Google Home die heimischen Wohnzimmer und verändern wie der wechselseitige Informationsfluss zwischen Internet und UserInnen abläuft – eine Entwicklung, die auch Fundraiser künftig im Auge behalten müssen.

Fazit: 2018 wird eine neue Digitalisierungswelle im Fundraising stattfinden

Noch mehr als im vergangenen Jahr werden alltägliche und prägnante Entscheidungen vor allem online stattfinden. Auch eher traditionell orientierte Organisationen, die bisher weniger aufs Online-Kerngeschäft gesetzt haben, werden nun eine intensive digitale Transformation durchlaufen müssen, um den Anschluss zu wahren. Nur so erreichen Fundraiser Menschen, die bereit sind wertvolle soziale Ideen zu unterstützen.

Hierfür sollten die entsprechenden Marketing-Maßnahmen nicht mehr so breit gestreut werden wie bisher, sondern an kleinste Zielgruppen angepasst und mit höchster Präzision ausgesteuert werden. Diese Mammutaufgabe ist durch die manuelle Arbeit von Individuen kaum noch zu bewältigen. Neue Technologien, allen voran künstliche Intelligenzen, können den Wandel in naher Zukunft aktiv unterstützen und erleichtern.

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