Bei Facebook und Twitter sind Sie schon Profi und Sie möchten mit Ihrer Organisation etwas Neues ausprobieren? Wie wäre es denn mit Snapchat oder Instagram?
Sie möchten Ihrer Organisation noch mehr Kreativität verleihen? Neue Zielgruppen erreichen?? Dann versuchen Sie sich doch mal an den Social Media Plattformen Instagram und Snapchat. Denn neben Facebook und Twitter sind diese zwei Social Media Kanäle in den letzten Jahren immer populärer geworden. Einige Organisationen nutzen diese bereits erfolgreich. Wir haben einmal einen Blick darauf geworfen, welche Vor-und Nachteile Instagram und Snapchat haben und gehen der Frage nach, ob diese Social Media Plattformen auch für NGOs relevant sind. Los geht es mit Instagram.
#instagram #wasistdas
Bei Instagram dreht sich alles um schöne, ansprechende Bilder und mittlerweile auch Videos.
Menschen, Unternehmen oder Organisationen laden auf der Plattform Bilder oder Videos hoch. Die Bilder/ Videos können in der App vor dem Hochladen mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen und Filtern bearbeitet werden. Wenn die Bilder bearbeitet wurden, setzt man die passenden Hashtags dazu. Über die Hashtags (z.B. #dogs) kommen Andere auf die Instagram-Seite. Es können auch kleinere Kommentare/Geschichten unter das Bild geschrieben werden. Jedoch liegt der Fokus auf den Bildern und Hashtags, welche dann geliked oder kommentiert werden können. Neben den Hashtags kann ein Ort hinzugefügt werden. Zusätzlich kann das Bild direkt auf einer anderen Social Media Plattform geteilt werden, wie zum Beispiel auf Facebook,Twitter etc.
Mit Instagram können Mitmenschen auf dem Laufenden gehalten werden. Es können Bilder über aktuelle Projekte gepostet werden oder aber über die Organisation selbst. Ein Bild aus dem Arbeitsalltag der NGO weckt Sympathie, da es mehr Transparenz schafft und sich Unterstützer besser integriert und verbunden mit der Organisation fühlen.
Mittlerweile hat Instagram 400 Millionen NutzerInnen, davon sind über 9 Millionen aus Deutschland (Januar 2016). Immer mehr Unternehmen aber auch Non Profit Organisationen melden sich auf Instagram an und beeindrucken mit tollen Bildern. UNICEF ist beispielsweise auf Instagram vertreten und hat mittlerweile fast 1 Millionen Follower. Weitere NGOs sind wwf, doctorswithoutborders, amnesty, greenpeaceusa und viele mehr…
#instagramfürNGOs
Als NGO sollte man sich folgenden Fragen stellen bevor man sich entscheidet ein Instagram-Profil zu erstellen.
Wer soll erreicht werden? Zielgruppe?
Laut einer Studie (2014) von GlobalWebIndex sind die meisten Instagram-NutzerInnen im Alter von 16 – 24 Jahren, insgesamt sind die meisten Instagram-NutzerInnen unter 34 Jahren.
Was soll erreicht werden?
Bei Instagram dreht sich fast alles um Bilder. Ziele wie Klicks auf die eigene Webseite steht hier im Hintergrund, da Bilder nicht mit Links zur Webseite verknüpft werden können. Es geht darum Geschichten in Form von Bildern zu erzählen. Durch Instagram wird das Image, die Botschaft und das Ziel der Organisation bestärkt. Aus diesem Grund sollte Instagram als ergänzender Kommunikationskanal genutzt werden.
Genug Kapazitäten Instagram zu bedienen?
Zum einen muss genügend Content, also Bild -und Videomaterial zur Verfügung stehen. Zum anderen muss Instagram genau wie andere Social Media Kanäle betreut werden. Auf Instagram sollte mindestens ein mal in der Woche etwas gepostet werden, im besten Fall täglich oder jeden zweiten Tag.
Was soll thematisiert werden?
Es sollte klar sein, welche Themen auf Instagram kommuniziert werden. Am besten wird im Vorfeld eine Content-Strategie entwickelt.
Instagram eignet sich also sehr gut, um eine ganzheitliche Content Strategie aufzubauen.
Kommunikation über Snapchat
UNICEF und der WWF machen es schon vor und kommunizieren mit Ihren UnterstützerInnen über Snapchat, da Snapchat sich ebenfalls als ergänzender Kommunikationskanal eignet.
Hier zu unserem ersten Snapchat-Video
Was ist Snapchat?
Snapchat ist eine App, über die Videos und Bilder versendet werden. Mittlerweile sind es 200 Millionen monatliche NutzerInnen. Wie bei Instagram wird mit Snapchat eher eine jüngere Zielgruppe angesprochen, vor allem 13 und 34 Jährige nutzen die kostenlose App.
Es funktioniert wie folgt:
Man schießt ein Bild oder nimmt ein Video über die App auf, dann kann man es mit einem Filter bearbeiten und einen kleinen Text (max. 8 Wörter) hinzufügen. Zuletzt entscheidet man, wie lange der Empfänger das Bilder/Video anschauen darf. Es kann zwischen einer und zehn Sekunden angezeigt werden. Dann sucht man aus, an welche Kontakte das Bild oder Video versendet werden soll. Nach dem Versenden wird es dem Empfänger angezeigt, kann jedoch nicht abgespeichert werden. Eine weitere Funktion ist, dass man die Videos und Bilder in einer Art “Historie” festhalten kann. Menschen, die der Person folgen, können das Video dann 24 Stunden lang anschauen. Durch Snapchat können die UnterstützerInnen praktisch direkt mit auf eine Reise genommen werden. Es können Eindrücke von der Organisation direkt übermittelt werden. Auch das kann sich sehr positiv auf die Beziehung zwischen der Organisation und ihren UnterstützerInnen auswirken. Wie bei Instagram wird mehr Transparenz geschaffen und die SpenderInnen und UnterstützerInnen können direkt sehen, wofür Ihre Spenden eingesetzt werden.
#fazit #instagram #snapchat
Für NGOs, die genügend Ressourcen haben, sprich Menschen die den Kanal pflegen und genügend Content haben, bietet sich Instagram als toller, ergänzender Social Media Kanal an. Organisationen können mit Hilfe von ausdrucksstarken Bildern und Videos und dazu passenden Hashtags Botschaften vermitteln und dadurch mehr Reichweite gewinnen. Durch Instagram wird zusätzlich eine weitere, neue Zielgruppe gezielt angesprochen. Auch Snapchat ist kein schlechtes Werkzeug um Kampagnen zu bestärken, bedarf aber ebenfalls viel Aufwand gerade weil es eher für den täglichen Bedarf vorgesehen ist. Ähnlich wie bei Instagram wird eine jüngere Zielgruppe angesprochen.
Beide Apps sind toll um der Organisation einen frischen und kreativen Touch zu verleihen. Probieren Sie es doch einfach mal aus! Beide Apps sind kostenlos erhältlich.
Mehr zu Instagram findet ihr hier: http://www.futurebiz.de/leitfaden-instagram-marketing/
Mehr zu Snapchat findet ihr hier: https://recampaign.de/snapchat-das-social-media-tool-auf-dem-pruefstand/
-Isaline Arnoldi-