Hilfreiche WordPress-Plugins für SEO im Fundraising

  • 27. Juli 2017

Eine erfolgreiche Fundraising-Kampagne lebt zum einen von einer bahnbrechenden sozialen Idee, zum anderen durch das leidenschaftliche Engagement der Menschen, die das Konzept in die Tat umsetzen. Doch selbst die klügsten Köpfe finden keine Unterstützer für ihr Vorhaben, wenn dieses im Netz nicht aufzufinden ist.

Was ist SEO und wozu braucht meine Kampagne das?

Damit die Kampagnenwebsite überhaupt sichtbar für die NutzerInnen von Suchmaschinen wird, ist es nötig Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) einzuleiten.  Hierbei handelt es sich um gewisse Richtlinien und Normen, die eine Website einhalten sollte, um von den Suchmaschinen als qualitativ hochwertig und thematisch relevant eingestuft zu werden. Dies beinhaltet die Art und Weise wie Texte und Bilder gestaltet sind, mit welchen Tags man die Website versieht und welche Links von und zur Seite führen. Missachtet man diese Vorgaben, wird man von den Suchmaschinen kaum berücksichtigt. Zum Glück bietet WordPress einige Plugins an, die den Weg durch das unübersichtliche SEO-Geflecht erleichtern.

Die Alleskönner: Yoast, wpSEO und Delucks

Grundsätzlich bietet WordPress bereits einige nützliche SEO-Funktionen. Vor allem für Einsteiger eignen sich jedoch All-in-One-Lösungen deutlich besser. Die entsprechenden Tools besitzen bereits eine Vielzahl von passenden Voreinstellungen und bringen eine große Fülle an Funktionen mit. Ohne langes Einarbeiten ist so eine Optimierung der Seitennavigation, die automatische Generierung von Title und Meta Tags, sowie der Ausschluss von Duplicate Content möglich.

Marktführer bei den Allround-Lösungen ist das Plugin Yoast. Es zeichnet sich durch ein sehr übersichtliches Dashboard und eine hohe Nutzerfreundlichkeit aus und ist damit sowohl für kleine, als auch größere Fundraiser bestens geeignet. Die Systemsprache ist Englisch, es existieren aber einige brauchbare Übersetzungen in andere Sprachen. Eine deutschsprachige Alternative stellt wpSEO dar – es bietet beinahe die gleichen Einstellungsmöglichkeiten, ist jedoch kostenpflichtig. Wer auf einige Funktionen verzichten kann, greift daher zum kostenlosen Tool Delucks, welches in München entwickelt wurde.

Auch wenn die Alleskönner eine große Bandbreite an Funktionen bereits abdecken, ist es möglich, dass durch die hohe Zahl an Voreinstellungen die Individualität eines Fundraising-Projektes nicht ausreichend berücksichtigt wird. Feintuning ist mit diesen Plugins nicht immer einfach und oft erst durch die Einbindung kostenpflichtiger Premium-Tools an den entsprechenden Schnittstellen möglich.

Bilder optimal einbinden: Bulk SEO Image und SEO Friendly Images

Keine Kampagne kommt ohne den Einsatz eindrucksvoller Bilder aus. Damit diese von den Suchmaschinen gefunden und erkannt werden können, müssen sie ordnungsgemäß mit Tags versehen werden. Bulk SEO Image bietet die Möglichkeit Bildtitel oder Dateinamen automatisch in den Alt-Tag zu kopieren, was eine Menge manueller Arbeit erspart und die Auffindbarkeit rasch erhöht. Das Plugin wird direkt auf die gesamte Bilddatenbank einer Website angewendet und stellt die Einzigartigkeit der Bilder durch eine fortlaufende Nummerierung sicher. Es empfiehlt sich zuvor eine Sicherheitskopie anzulegen.

Wer mehr Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten möchte, sollte auf das Plugin SEO Friendly Images zurückgreifen. Es bietet den Vorteil, dass nicht nur Bild- und Dateinname für die Tags berücksichtigt werden, sondern auch präzise Schlagworte und Kategorien automatisch verwendet werden. Zudem wird dabei die eigentliche Bilddatenbank der Seite nicht verändert. Das früher kostenlose Tool wurde mittlerweile in ein Bezahlmodell überführt. Gerade für kleinere Spendenprojekte lohnt es sich deshalb abzuwägen, ob der finanzielle Aufwand den Nutzen letzten Endes Wert ist. Kampagnenbetreibern mit mittlerer und großer Reichweite ist das Plugin aber auf jeden Fall zu empfehlen.

Die Kampagnenseite vernetzen: YARPP und Broken Link Checker

Bei der Suchmaschinenoptimierung eines Projektes ist es nicht nur wichtig die typischen OnPage-Optimierungen umzusetzen. Vor allem die gelungene interne und externe Vernetzung der Website ist entscheidend für ein gutes Ranking bei Google und Co.

Das Plugin „Yet Another Related Posts Plugin“ – kurz YARPP – gruppiert ähnliche Posts und Artikel auf einer Seite und verbindet diese miteinander durch interne Verlinkungen. Hierdurch werden sowohl der Crawler der Suchmaschine, als auch mögliche LeserInnen tiefer in die Struktur der Seite geführt. Ein Artikel über ein soziales Projekt zur Verfügbarkeit von Trinkwasser wird so zum Beispiel direkt mit einem Blogpost zu den Vorteilen bewässerungsarmer Landwirtschaft verknüpft. Eine thematisch sinnvolle und saubere interne Linkstruktur gilt als entscheidender Rankingfaktor in der Welt der Suchmaschinen.

Ärgerlich ist es hingegen besonders, wenn Links nicht funktionieren oder ins Leere führen. Diese „toten“ Links können schnell dazu führen, dass eine Seite abgestuft wird. Vor allem Links die von anderen Websites zur Kampagne verweisen, signalisieren nämlich Relevanz und eine gute Reputation. Brechen diese externen Links plötzlich weg, kann dies schnell einige Plätze im Ranking kosten. Mit dem Broken Link Checker behält man die Übersicht darüber, wie die eigene Seite vernetzt ist und erfährt sofort, sobald eine Linkempfehlung nicht mehr funktioniert.

Wie viel SEO braucht mein Fundraising-Projekt?

Um eine Fundraising-Seite sichtbar, auffindbar und bekannt zu machen, ist ein gewisser Aufwand an Suchmaschinenoptimierung unabdingbar. Natürlich lässt es sich pauschal schwer sagen, wie groß der zeitliche Aufwand dafür ausfallen sollte. Dies ist sowohl abhängig von der Größe und Reichweite der Kampagne, als auch von der Konkurrenz um die entscheidenden Keywords, unter welchen man gefunden werden möchte.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass zumindest zu Beginn eine intensive Anfangsphase nötig ist, nach welcher eine funktionierende Seitennavigation, der Großteil der Tags und eine saubere Linkstruktur stehen sollten. Anschließend ist fortlaufendes Feintuning nötig: Welche Maßnahmen haben funktioniert, wo kann man noch nachbessern? Bei SEO ist es nach wie vor essentiell die eigenen Rankings und Userdaten genau im Auge zu behalten und nach dem „Trial-and-Error“-Prinzip vorzugehen. Deshalb sollte man ein tägliches oder wöchentliches Kontingent festlegen, in dessen Zeitraum man sich nur mit der Nachbesserung und Anpassung befasst. Ob 15 Minuten am Tag oder 8 Stunden pro Woche ist wiederum individuell vom Projekt abhängig.

Letzten Endes gilt es noch zu beachten, dass Suchmaschinenoptimierung ein langfristiger und nachhaltiger Prozess ist. Nicht immer stellen sich schnelle Erfolge ein. Das kurzfristige Ausnutzen von Lücken im Regelwerk der Suchmaschinen führt selten zu echten Erfolgen. Vielmehr stellt dies ein Risiko für die Auffindbarkeit der Kampagnenseite im Internet dar.

Checkliste: Die nützlichsten SEO-Plugins

 

 

 

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