„Geben ist schöner als Nehmen“: Interview mit dem erfolgreichsten Spendenläufer des MÜNCHEN MARATHON

179 Spendenläufer gingen beim München Marathon an den Start. Michael Mors konnte mit seiner Aktion die meisten Spenden sammeln.

Spendenseite „Geben ist schöner als Nehmen“ von Michael Mors

Am 12.Oktober starteten wieder tausende Laufbegeisterte beim 29. München Marathon. Auch in diesem Jahr hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, laufend Gutes zu tun und für eine Hilfsorganisation an den Start zu gehen. Dieses Jahr haben 179 Spendenläufer eigene Spendenaufrufe für 18 Organisationen auf dem Charity-Portal des MÜNCHEN MARATHON geschaltet. Die erfolgreichste Spendenaktion haben wir uns für Sie ein wenig genauer angeschaut. Michael Mors ist 21 km für HORIZONT e.V. gelaufen. Mit seinem Aufruf „Geben ist schöner als Nehmen“ sammelte er 3.333 € (Stand: 15.10.14). Grund genug, ihn nach seinem persönlichen Erfolgsrezept zu fragen.

Herr Mors, wie wurden Sie auf die Charityaktion aufmerksam und was hat sie motiviert mitzumachen?

Meine Frau ist bei HORIZONT aktiv, wodurch ich die Organisation bereits kenne. Als eine der Mitarbeiterinnen vorschlug, eine Aktion beim München Marathon zu starten, habe ich mich sogleich angesprochen gefühlt. Zum einen bin ich ein leidenschaftlicher Läufer und habe auch schon an Marathons teilgenommen, zum anderen weiß ich, dass das Geld bei HORIZONT e.V. absolut sinnvoll verwendet wird. Deshalb habe ich auf der Charityseite eine Spendenaktion angelegt und dann ging es auch schon los.

Wie ging es weiter? Wie haben Sie Ihre Freunde und Bekannte auf die Aktion aufmerksam gemacht?

Zuerst habe ich meine eigene Spendenseite angelegt. Es war sehr schön, dass das mit nur wenigen Mausklicks ging. Ich habe ein Foto hochgeladen und einen Text hinzugefügt, der mein Anliegen transportiert, und die Leute motiviert zu sagen: „Ja, da mache ich mit!“ Nachdem die Seite aktiviert war, habe ich erst einmal selber gespendet, um den Ball ins Rollen zu bringen. Im Anschluss habe ich eine Mail an meine Bekannten geschickt und von dem Projekt berichtet.

Im Durchschnitt wurden 89,- € pro Person gespendet und ihre Spender haben Ihnen alle sehr warme, herzliche Nachrichten hinterlassen. Wie erklären Sie sich dieses tolle Feedback?

Ich muss sagen, ich war selber sehr überrascht und beeindruckt. Mein Spendenziel lautete ursprünglich 500,- € und ich hätte mich über jede Spende gefreut, egal ob es 5,- € oder 10,- € gewesen wären. Dann gab es diesen enormen Rücklauf, der mich wirklich überwältigt hat. Ich denke es war eine Mischung aus Vielem: Zum einen besteht mein Netzwerk aus vielen Leuten, denen es finanziell gut geht, die mein Anliegen teilen und gerne bereit sind, etwas zu geben. Zum anderen habe ich mir auch die Zeit genommen und mit einigen nochmal persönlich über die Aktion und HORIZONT e.V. gesprochen. Ich glaube, wenn man sich mit einer Organisation identifiziert, und sich für eine Aktion begeistert, dann kommt das auch bei den Freunden an. Das Ganze hat dann eine tolle Eigendynamik entwickelt. Alles in allem waren es spannende, intensive vier Wochen, in denen ich regelmäßig auf meiner Spendenseite war und auch Updates zum aktuellen Stand für alle meine Unterstützer hinterlassen habe. Zum Abschluss werde ich allen meinen Spendern nochmal eine Nachricht mit Foto schicken und mich herzlich bedanken.

Wie haben Ihre Bekannten und Freunde auf die Möglichkeit online zu spenden reagiert?

In meinem Bekanntenkreis sind fast alle online, und ich selbst arbeite für eine Software-Firma, insofern waren die Reaktionen sehr positiv. Die Mechanik war einfach zu bedienen und so konnte man innerhalb von weniger als zwei Minuten per Lastschrift spenden. Auch die Bestätigung, die man im Anschluss per Mail bekam, habe ich sehr begrüßt. Mein Vater, der mit 76 Jahren mein ältester Spender ist, besitzt auch einen PC mit dem er Online-Banking betreibt oder mit mir per Mail kommuniziert. Er hat die Möglichkeit online zu spenden auch gleich genutzt.

Insgesamt gab es auf Ihrer Seite 37 Einzelspenden, nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Unternehmen. Wie kam es dazu?

Zu meinem beruflichen und privaten Netzwerk gehören auch einige Geschäftsführer von Firmen, die sich sozial engagieren.

Was würden Sie anderen Leuten raten, die auch gerne eine erfolgreiche Spendenaktion starten möchten?

Michael Mors an der Startlinie des MÜNCHEN MARATHON

Wichtig ist, dass man authentisch ist, wirklich dahinter steht und das Ganze mit einer Sache verbindet, für die man sich interessiert. Ich habe an der Aktion als begeisterter Läufer teilgenommen, habe aber auch von Aktionen gelesen, bei denen die Leute geschrieben haben sie laufen eigentlich nie, aber für die gute Sache quälen sie sich. Das ist auch klasse, einfach ehrlich und witzig. Während der Aktion sollte man unbedingt dran bleiben und Freunde und Bekannte nochmal persönlich auf die Aktion ansprechen. Erfolgreich wird die Aktion also auch durch eine gewisse freundliche Hartnäckigkeit, die aber nicht als unangenehm empfunden werden darf.

Insgesamt hat mir die ganze Aktion großen Spaß gemacht. Die zahlreichen Vertrauensbeweise aus meinem Netzwerk haben mir viel Kraft gegeben und der Lauf war dadurch ein besonders schönes Erlebnis. Mein Ziel war, obdachlose und überwiegend schwer traumatisierte Kinder und Mütter im HORIZONT-Haus zu unterstützen, und das ist uns mit dieser Aktion gelungen. Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten für die großartige Unterstützung!

Vielen herzlichen Dank an Herrn Mors für das Interview!

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