Die Idee

Nach seinem Studium in Amerika arbeitete Nicolas Reis fast drei Jahre bei The Active Network, einem der erfolgreichsten Softwareanbieter im Bereich Online-Fundraising in den USA. Dort stellte er fest, dass es in Europa und insbesondere in Deutschland noch keine vergleichbaren Angebote für Hilfsorganisationen gab. Anfang 2009 kehrte Nicolas nach Deutschland zurück. Mit im Gepäck hatte er die Idee, auch hierzulande den Fundraising-Markt mit interaktiven Online-Lösungen zu bereichern.

Die Teamfindung

Mit seinem langjährigen Schulfreund Andreas Jagdhuber, der nach Ausbildung und Studium fast drei Jahre bei verschiedenen Unternehmensberatungen tätig war, führte Nicolas zahlreiche Gespräche über seine Idee und wie sie sich umsetzen ließe. Daraus entwickelte sich alsbald ein gemeinsamer Plan zur Gründung einer eigenen Firma.

Was den beiden noch fehlte, war ein IT-Experte zur technischen Umsetzung der Idee. „Die größte Herausforderung dabei war, jemanden zu finden, der das Programmieren beherrschte und zudem dazu bereit war, unser Projekt als Mitgründer umzusetzen”, erinnert sich Nicolas. So jemanden fanden die beiden nach langer Suche in dem erfahrenen Diplom-Informatiker Stefan Grothkopp.

Das Gründungsteam war komplett.

Die Umsetzung

Sie überarbeiteten, u.a. mit der Unterstützung von UnternehmerTUM, den Business Plan und bewarben sich erfolgreich um das EXIST-Gründerstipendium bei der FH Ingolstadt. Im März 2010 gründeten sie offiziell die Altruja GmbH mit einem ersten Büro im LMU Entrepreneurship Center.

In einem nächsten Schritt galt es, Investoren zu finden – ebenfalls keine leichte Aufgabe. „Wir mussten viele Frösche küssen, um irgendwann Unterstützer zu finden, die wir vom Potential des Online-Spendens überzeugen konnten“, so Nicolas. „In dieser Zeit fuhren wir durch ganz Deutschland und sogar in die Schweiz und präsentierten unsere Idee unzählige Male.“ Am Ende waren Nicolas, Andreas und Stefan mit ihrer Suche erfolgreich. Die Münchner Business Angel Falk Strascheg, Dr. Hellmut Kirchner und Dr. Manfred Ferber erklärten sich dazu bereit, Altruja zu unterstützen. Weitere Mittel kamen vom High-Tech-Gründerfonds und Bayern Kapital.

Jetzt konnte das dreiköpfige Gründerteam richtig loslegen. Nach den ersten erfolgreichen Monaten folgte das erarbeitete Wachstum. Ende 2010 bezog das Altruja-Team neue, größere Büros in München-Laim. Die Mitarbeiterzahl ist mittlerweile auf zwölf Altrujaner gestiegen, die mit viel Spaß und Motivation täglich daran arbeiten, das Online-Fundraising ihrer Kunden zu optimieren.

Heute ist die Expertise von Altruja nicht nur in Deutschland gefragt. Organisationen in der Schweiz, in Österreich, Italien, Großbritannien, Schweden und sogar den USA setzen auf das Altruja Online-Tool.Die Produktpalette entwickelt sich stetig weiter. Neben Online-Lösungen für Spendenaktionen oder Facebook-Spenden-Apps, liegt seit September 2011 ein Schwerpunkt auf der Abwicklung von Online-Firmenspenden.

Die Zukunft

Im Bereich Service wird Altruja in der Zukunft den Fokus auf das Angebot von Schulungen legen, da – wie aus der aktuellen Online-Fundraising-Studie hervorgeht – Mängel an Personal und Zeit Gründe sind, weshalb das Potential von Online-Fundraising bisher nicht genutzt wird.

Auch wird das Thema Politik sowie der Einsatz von sozialen Medien eine immer bedeutendere Rolle im Arbeitsalltag von Altruja spielen, u.a. im Hinblick darauf, Kunden ganzheitlich zu beraten und Ihnen einen umfassenden Service anzubieten.

Weitere Projekte sind bereits in Entwicklung.

Es bleibt also spannend bei Altruja!

Meilensteine in der Firmengeschichte von Altruja

2009

  • Entwicklung der Gründungsidee durch Nicolas Reis
  • Teamfindung
  • Entwicklung des Business Plans

2010

  • 15. März: Gründung der Altruja GmbH
  • Gewinnung von Investoren
  • Umzug in die Büros in München-Laim

2011

2012

  • Gewinn des Fundraisingpreises für die “Beste Innovation”

2013

  • 3. Platz beim Wettbewerb IKT-Gründung des Jahres ausgerichtet vom BMWi
  • Erfolgreicher Abschluss der 2. Finanzierungsrunde mit Altinvestoren und dem Munich Investors Circle