Wunschlos glücklich? Anlassspenden helfen dabei die Ziele und Träume bedürftiger Menschen zu erfüllen und verleihen Feierlichkeiten eine ganz besondere Note, auch ohne Geschenke.

Eine Spendenaktion ist ein Projekt, bei dem für einen bestimmten Anlass Geld von Menschen gesammelt wird.

Die Frage oder Suche nach dem perfekten Präsent bereitet oft mehr Verdruss als Freude – und am Ende erhält man meist materielle Gegenstände, die man bereits besitzt oder für die man kaum Verwendung hat. 

Zusätzlich kommen zu den Präsenten oft noch vergänglichere Symbole wie Blumen, Süßigkeiten und viel zu viel Geschenkpapier. Eine schlaue Alternative zum steigenden Konsumdrang an festlichen Anlässen stellen deshalb die sogenannten Anlassspenden dar: Anstelle von Geschenken für den Feiernden, startet dieser eine Spendenaktion und bittet darum eine Organisation seiner Wahl finanziell zu unterstützen. Das ist mitunter persönlicher als hastig gekaufte Geschenke, bereitet dem Initiator eine Freude und ist obendrein noch deutlich nachhaltiger und umweltfreundlicher.

Für Fundraiser können Anlassspenden außerdem eine gute Möglichkeit sein, bei neuen potenziellen Unterstützern bekannt zu werden und diese von der eigenen Mission zu überzeugen. 

Nach dem Lesen dieses Artikels wissen Sie, warum Fundraiser solche festlichen Spendenaktionen als ersten „Fuß in der Tür“ nutzen können und wie sich neue Zielgruppen auf diese Weise günstig erschließen lassen.

Im Wesentlichen lassen sich die Spendenanlässe in drei Kategorien einteilen:

  • Persönliche Anlässe
  • Saisonale Anlässe
  • Betriebliche Anlässe

Am häufigsten starten Menschen Spendenaktionen zu persönlichen Anlässen, wie zum Beispiel an Geburtstagen, Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Konfirmationen. Hierbei ersetzen die abgegebenen Spenden die konventionelle Geschenkübergabe – man tut auf Wunsch des Initiators etwas Gutes und am Ende wird die gesammelte Summe in seinem Namen an die Organisation überwiesen. Einen Sonderfall stellen hierbei Trauerfeiern dar, an welchen oft um Spenden gebeten wird, welche an Stelle von teuren Blumengestecken und -kränzen einem sozialen Zweck zugutekommen, welcher dem Verstorbenen zu Lebenszeiten viel bedeutet hat.

Weiterhin gibt es noch die saisonalen Anlässe, zu welchen die absoluten Klassiker im Fundraising-Business gehören, wie zum Beispiel Ostern und vor allem Weihnachten. An diesen Anlässen werden Feiernde dem alljährlichen Konsum- und Geschenkewahn oft überdrüssig und sehnen sich nach beschaulicheren, sinnhafteren Feiertagen – wofür die Anlassspenden den idealen Rahmen herstellen.

Außerdem können auch Unternehmen bei betrieblichen Anlässen zu Spendenaktionen aufrufen. Im Rahmen von Sommerfesten und anderen Firmenfeiern werden dann Spendenmarathons oder wohltätige Aktionen organisiert, welche das Umfeld zur Unterstützung der Anlassspende anregen sollen.

Wie können Fundraiser Anlassspenden effektiv nutzen, um neue Unterstützer für sich zu gewinnen?

Eine Spendenaktion zu feierlichen Anlässen kann für viele Menschen den ersten Kontakt überhaupt mit der Materie des aktiven Spendens darstellen und auf neue und interessante Themen aufmerksam machen. Um nachhaltig von sich zu überzeugen, sollten Fundraiser folgende Tipps beachten:

1. Themenbezug: Anlass der Spendenaktion und Spendenziel verknüpfen

Idealerweise lässt sich eine Spendenaktion auf logische Weise mit dem Wirken der sozialen Organisation verknüpfen. Hierzu sollten Fundraiser passenden Projekte aus dem eigenen Portfolio auswählen und diese den Ausrichtern der Feierlichkeiten unterbreiten. So könnte man zum Beispiel bei einer Schulabschlussfeier eine Spendenaktion vorschlagen, die ein konkretes Bildungsprojekt wie den Neubau einer Schule in einem Entwicklungsland fördert. Da in diesm Fall Anlass und Spendenziel miteinander „verwandt“ sind, stellt sich eine logischer und emotionaler Zusammenhang zwischen Initiator und Projekt her, was wiederum die potenziellen Spender anregt über die Materie nachzudenken und selbst die Initiative zu ergreifen – möglicherweise auch langfristig in Zukunft.

2. Fokus: Persönlichen Bezug herstellen

Zwischen Gastgeber und Spendenaktion sollte möglichst immer eine persönliche Verbindung hergestellt werden, um maximale Überzeugungskraft zu generieren. Generell lohnt es sich für Fundraiser in den Reihen der eigenen Community für die Anlassspenden zu werben und passende Spendenaktionen aktiv vorzuschlagen. Am besten funktioniert das, wenn der Initiator sich schon länger für einen bestimmten Zweck sozial engagiert oder an einem passenden Thema persönlich sehr interessiert ist.

Die Verbundenheit zu einer sozialen Idee kann dabei unglaubliches schaffen: So entscheiden sich manche langjährige Unterstützer dazu, als eine „letzte Gute Tat“ im Todesfall auf Blumenkränze auf der eigenen Beerdigung zu verzichten und stattdessen der Organisation iher Wahl Kondolenzspenden zukommen zu lassen. Ein solcher Wunsch erzeugt eine besondere Strahlkraft bei den Spendern und kann nachhaltig und langfristig auf diese wirken, erfordert auf Seiten der Organisation aber natürlich pietätvolles und feinfühliges Vorgehen im Umgang mit den Angehörigen.

3. Individualisierung: Maßgeschneiderte Inhalte bereitstellen

Um individuelle Anlässe mit dem passenden Content für die Spendenaktion zu untermalen, sollten maßgeschneiderte Pakete mit Inhalten und Materialien angefertigt und an die Intitiatoren übergeben werden. Hierzu gehören neben hochwertigen Broschüren mit detaillierter Schilderung des Verlaufs der Spendenaktion zum Beispiel auch kreative, bunte Zahlscheinmotive, Einleger für Einladungen, Vordrucke für Dankeskarten und Spenderlisten. Optional können auch sogenannte „Dank-Incentives“ angeboten werden, wie zum Beispiel bunte Armbänder, mit welchen die neuen Unterstützer zeigen können, dass sie an der Spendenaktion teilgenommen haben.

Weiterhin sollten auch digitale Inhalte, wie elektronische Grußkarten, Logodesign, Email-Anschreiben und Social Media-Content zur Verfügung gestellt werden. Zu Beginn sind diese Inhaltspakete durchaus kostenintensiv, können aber für die verschiedenen Arten von Anlässen immer wieder aufgefrischt und angepasst werden. Langfristig zahlt sich dieses Vorgehen durch eine höhere Spendenbeteiligung aus.

4. Multichannel: Alle verfügbaren Kanäle nutzen

Um Anlassspenden bei Freunden, Bekannten und Familie bekannt zu machen, ist ein multimediales Vorgehen auf mehreren Kanälen angeraten. Auf diese Weise können auch Zielgruppen verschiedener Altersspektren auf den jeweilig präferierten Plattformen angesprochen und mit Begleitinformationen versorgt werden. Fundraiser sollten die Initiatoren der Spendenaktionen dabei so gut wie möglich unterstützen und neben Daten und Fakten auch eindrückliches visuelles Material zur Verfügung stellen. Bilder und Videos sprechen potenzielle neue Erstspender multisensorisch auf mehreren Ebenen an und können eine Vertiefung des geleisteten Engagements über die Anlassspende hinaus motivieren. Besonders in den sozialen Netzwerken können entsprechende Inhalte für einen mitreißenden viralen Faktor innerhalb des angesprochenen Spenderkreises entwickeln

Plattformen wie Facebook haben für Geburtstagfeiernde und Gastgeber von Veranstaltungen entsprechende Funktionen implementiert, um die Durchführung von Anlassspenden anzuregen und den Zahlvorgang für die Spender zu erleichtern. Als Organisation sollte man sich deshalb auch bei Programmen wie „Facebook Fundraisers“ mit informativen Inhalten und visuellen Eye-Catchern positionieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Zahlvorgang hier von Facebook als Drittpartei abgewickelt wird, wofür ca. 5% an Steuern und Gebühren fällig werden. Zudem sind die Punkte Datenschutz und langfristiges Commitment der Facebook-Spender durchaus als kritisch abzuwägen.

5. Anschluss: Kommunikation, Ressourcen und Prozesse nachhaltig gestalten

Auch nach erfolgreichem Ablauf der Feierlichkeiten endet die Arbeit für Fundraiser in Bezug auf die Anlassspenden noch lange nicht. Oft ist es sinnvoll lediglich ein vorläufiges Zwischenergebnis über den Spendenstand bekannt zu geben, dabei die Kanäle für Zahlungseingänge aber noch weiterhin geöffnet zu halten. Öffentlichkeitswirksame Spendenaktionen beliebter Personen können auch in ihrem erweiterten Umfeld noch Wochen später Wellen schlagen und zu weiteren Zahlungen und Nachahmungen anregen. Weiterhin sollten die neu gewonnenen Spender dezent und unaufdringlich auch im Nachhinein mit Informationen zur Verwendung und Wirkung ihrer geleisteten Unterstützung versorgt werden. Durch sorgfältige Anschlusskommunikation entfaltet sich hier ein verstärktes Bindungspotenzial, welches aus interessierten Erstspendern langfristige, engagierte Unterstützer der sozialen Idee formen kann.

Natürlich ist es ebenso wichtig die notwendigen Prozesse und Ressourcen zur reibungslosen Abwicklung und Einbindung der Spendenaktion zu gewährleisten. Bereits vorbereitete Spendenquittungen, kommunikatives Engagement bei Telefongesprächen und umfangreiche Informationsdarbietung, sowohl offline als auch online, zeugen von effizientem Arbeiten und sinnvollem Wirtschaften mit den gesammelten Unterstützungsgeldern. Gerade für Spendenneulinge kann so eventuell bestehende Skepsis abgebaut und das Vertrauen zur Organisation gestärkt werden.

Fazit: Viele Menschen nehmen an Anlassspenden teil, um dem Ausrichter damit einen persönlichen Gefallen zu tun. Auf diesem Weg kommen sie mit dem Thema der Spendenaktion in Kontakt, beginnen sich für die Organisation zu interessieren und lassen sich unter Umständen für ein tiefergreifendes Engagement begeistern. Indem Fundraiser Effizienz, Vertrauen und Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit unter Beweis stellen, können sie bei Spendenaktionen nachhaltig neue Unterstützer für ihre Projekte gewinnen – und durch Anschlusskommunikation erfolgreich an die Organisation binden.

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