Weihnachtszeit, Jahresbeschluss, Neujahr – gerade in dieser Zeit möchten viele Menschen ihre Dankbarkeit zeigen, der Gesellschaft etwas zurückgeben, Bedürftigen helfen und die Welt zu einem besseren Ort machen.

Das turbulente Jahr 2018 brachte leider nicht nur Gutes mit sich: Konflikte verschärften sich, Mikroplastik wurde in Organismen auf der ganzen Welt nachgewiesen und die Folgen des Klimawandels waren noch nie so stark zu spüren wie jetzt.

Trotzdem oder gerade deshalb möchten wir zum Jahresende einige hoffnungsvolle Projekte und gelungene Kampagnenideen besonders hervorheben und auszeichnen: In unserer Liste der – hochgradig subjektiven – besten Spendenaktionen des Jahres 2018.

#Untapped von WaterAid: Ein Lehrstück in Storytelling und digitaler Kommunikation

Die Organisation WaterAid wollte in einer menschlichen und nahbaren Kampagne unter Beweis stellen, dass durch Hilfsprojekte selbst entlegenste Regionen mit frischem Trinkwasser versorgt werden können. Aus diesem Grund wurde das Dorf Tombohuaun in Sierra Leone in einem 360°-Panorama auf der Website abgebildet. Nun konnten sich Menschen aus aller Welt die örtliche Wasserstelle ansehen und sich einen eindringlichen Einblick in das Alltagsleben und die widrigen Umstände vor Ort verschaffen.

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Gleichzeitig wurden BürgerInnen aus England mit den BewohnerInnen des Dorfs via Instagram und Facebook-Chatbots verbunden und konnten persönliche Beziehungen aufbauen: Kochrezepte wurden ausgetauscht, Tänze gelehrt – alles auf Augenhöhe, nicht in einem Opfer/Retter-Verhältnis. Durch das erfolgreiche Storytelling und die gekonnte Anwendung moderner digitaler Technologien lernten Millionen Menschen das kleine Dorf kennen und das Spendenziel wurde weit übertroffen. Die 360°-Panoramen werden in Zukunft in ähnlicher Weise auch strukturschwache Gegenden in Pakistan, Bangladesch und Madagaskar mit der ganzen Welt vernetzen.

GiveDirectly: Bedingungsloses Grundeinkommen für mehr Autonomie

Fairerweise muss man sagen, dass dieses Projekt schon 2017 startete, 2018 aber nun richtig Fahrt aufnimmt. GiveDirectly möchte die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens in der Praxis testen, nach wissenschaftlichen Standards beurteilen und gleichzeitig den Ärmsten der Armen in Kenia und Uganda einen Ausweg bieten.

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Über 12 Jahre hinweg sollen die Betroffenen ein jährliches Einkommen ausgezahlt bekommen, welches die nötigsten Mittel zum Überleben abdeckt, Autonomie und Selbstverantwortung stärkt und ihnen die das Startkapital verschafft, in sich selbst zu investieren und den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Dass die Methode der finanziellen Direktzahlung funktioniert und das Geld nicht verschleudert wird, zeigen unzählige Studien von WissenschaftlerInnen auf der ganzen Welt. EmpfängerInnen eines Grundeinkommens nutzen dieses überwiegend für unternehmerische Ideen und für die Verbesserung der eigenen Lebensumstände, Sicherheit und physischer und mentaler Gesundheit. Die Betroffenen wissen selbst am besten, für was das Geld eingesetzt werden kann, so dass von jedem gespendeten Dollar herausragende 88 Cent in effektive Maßnahmen fließen können.

Bill & Melinda Gates Foundation: Die Neuerfindung der Toilette

Leicht nerdiger Humor und leidenschaftliches Engagement für Toiletten – bei dieser Kombination kann nur Gutes herauskommen. Zugegebenermaßen wirkte es schon etwas skurril, als Microsoft-Gründer und Multimilliardär Bill Gates in China mit einem Glas menschlicher Exkremente auf die Bühne trat.

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Allerdings ist die Idee der Bill & Melinda Gates Foundation so schlicht wie einleuchtend: Mangelnde Hygiene und der fehlende Zugang zu Abwassersystemen zählen zu den Hauptursachen von Krankheiten und Epidemien in verarmten Regionen. Deshalb soll nun die Toilette neu erfunden werden. Günstig, wasserfrei, energiesparsam und mobil soll das Klohäuschen der Zukunft sein. Schon vor einigen Jahren startet man deshalb die #ReinventTheToiletChallenge, nun konnten auf der Toiletten-Expo in China erste vielversprechende Ergebnisse präsentiert werden. Die Stiftung möchte so bald wie möglich mit der Installation erster Exemplare in Entwicklungsländern beginnen, Spendenbeiträge sind immer willkommen und die Aufstellung der stillen Örtchen beschleunigen.

War Child: Du bist kein Roboter – das vielleicht emotionalste Video 2018

Bereits anfangs des Jahres ging ein bewegendes Kampagnenvideo der Organisation War Child um die Welt, welches eindrucksvoll die schweren Folgen traumatisierender Erfahrungen von geflüchteten Kindern aufzeigt.

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Krieg, Terror, Hunger, Angst – all diese Erfahrungen tragen die betroffenen Kinder wie eine Rüstung mit sich. Es fällt ihnen deshalb schwer, wieder in ein alltägliches Leben zu finden, unbeschwert zur Schule zu gehen und neue Freunde unter Altersgenossen zu finden. Durch wiederkehrende Intrusionen und Flashbacks, welche typisch für eine Posttraumatische Belastungsstörung sind, werden sie immer wieder gewaltsam an Verlust, Flucht und ihre verlorene Heimat erinnert, erfahren weitere Stigmatisierung und Ausgrenzung. Die Organisation War Child unterstützt diese Kinder, ermöglicht ihnen den Zugang zu Bildung und psychosozialen Hilfsangeboten und geht auf die besonderen Bedürfnisse der TraumapatientInnen ein. Das Kampagnenvideo verbreitete sich rasant, wurde in den ersten Tagen von über drei Millionen Menschen gesehen und erhielt sechs internationale Auszeichnungen.

Welthungerhilfe: Deutschlands „effizienteste“ Hilfsorganisation setzt jetzt auf künstliche Intelligenz

Die Deutsche Welthungerhilfe e.V. gilt mittlerweile als wahrer Vorreiter, was den Einsatz digitaler Innovationen für Spendenaktionen angeht. Mittels neuester Methoden, vor allem im Bereich Algorithmen und künstlicher Intelligenz, entscheidet die Organisation anhand großer Datenmengen punktgenau, wo welche Hilfsmittel und Förderungen am sinnvollsten eingesetzt werden können, um den weltweiten Hunger zu bekämpfen.

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Auch deshalb wurden sie in diesem Jahr vom Analyseinstitut Phineo zur transparentesten und effizientesten Spendenorganisation Deutschlands gewählt. In enger Zusammenarbeit mit Unternehmen und SpezialistInnen aus der freien Wirtschaft werden nun mit Hilfe von Spendengeldern auch Smartphone-Apps entwickelt, die die Datensammlung und -auswertung vor Ort intuitiv und leicht gestalten sollen. Somit entstehen neue Möglichkeiten zur innovativen Verteilung von finanziellen Mitteln auf Hilfsprojekte, die Fundraising und Spendenmarketing in den nächsten Jahren entscheidend verändern und effektiver machen könnten. Digitalisierung wird 2019 wohl das wichtigste Thema für FundraiserInnen werden – von den Neuentwicklungen und Innovationen des Vorreiters Welthungerhilfe können also Organisationen, SpenderInnen und EmpfängerInnen nur profitieren.

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